Folge #18: Vorsicht Viren!

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Das erwartet dich in dieser Folge:

Sie lauern an jeder Ecke - gefährliche Viren - nur dass diese keinen Schnupfen verursachen, sondern unseren Geist angreifen! "Viren des Geistes", sogenannte Mems wurden erstmals von Richard Dawkins in seinem Buch "Das egoistische Gehirn" als solche erwähnt, die Forschung darüber reicht sogar in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.

Was machen diese Viren nun mit uns? Sie verbreiten Ideen. Das ist per se ja noch nicht schlecht. Doch manche Ideen sind förderlicher für uns als Individuen und für uns als Gesellschaft, als andere. Das Gefährlichste ist, dass wir sie meist nicht als Viren des Geistes erkennen, sondern für die "Realität" halten. Wenn andere nicht diese "Realität" mit uns teilen, müssen wir sie missionieren, damit sie zur Vernunft kommen.

8 Comments

  1. Veröffentlich von Matthias Ernst Holzmann am 25. November 2017 um 13:53

    Hallo Meike,

    erwischt! Einerseits stellst Du fest, dass Birkenbihl direkt nach ihrem Vortrag denselben vergisst und sich in einer Diskussion mitreissen lässt, andererseits lässt Du Deine eigene „Insel“ auch ständig durch den Nebel hindurch scheinen.

    Auf meiner „Insel“ sieht es zum besagten „rechten Gedankengut“ eher so aus, dass kaum einer es wirklich in der Form hat, wie es unterstellt wird und dass das Haupt-Problem unserer Zeit im Gegenteil eher ist, dass die Masse der Bevölkerung einen selbstzerstörerischen Political-Correctness-Virus in sich trägt, der es auf keinen Fall gestattet, auch nur ansatzweise in die Richtung zu denken, dass Masseneinwanderung eventuell keine Sinn machen oder gar schaden könnte.

    Viele Grüße,

    Matthias

    • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 25. November 2017 um 15:12

      Hallo Matthias!
      Natürlich spiegle ich hier in meinem Podcast sehr bewusst meine ganz persönliche Meinung wider. Die ist selbstverständlich subjektiv. Dass es keine guten Lösungen zu dieser Völkerwanderung gibt, liegt genau darin, dass hier extreme Meinungen aufeinander knallen und eben jeder den anderen missionieren will. Davon spreche ich mich auch nicht vollkommen frei. Bei mir gehen halt die Gefühle hoch, wenn ich Zeuge eines Gespräches wie dem im Podcast erwähnten werde, wo es politisch vollkommen korrekt ist, über die „Ausländer“ eine Runde abzulästern und dann frohgemut seines Weges zu gehen. Leute, die meinen, Ihnen steht unser Wohlstand zu, weil wir ihn uns verdient haben (auch wenn wir zB die Hälfte des Lebens arbeitslos gemeldet waren) und die anderen sollen draußen bleiben und verrecken und sich nicht auf unsere Kosten durchfüttern lassen, regen mich persönlich auf – ja dabei hast du mich ertappt! 😉 . Die traurige Wahrheit ist, dass sich jeder, der Reichtum und Wohlstand genießt (und letzten Endes sind wir das alle in Mitteleuropa) absolut sicher ist, sich diesen verdient zu haben. Der Umkehrschluss ist, dass ihn andere eben nicht verdient haben, und sie daher nicht verdient haben, etwas abzubekommen und sich doch gefälligst selbst helfen sollen. Und genau das ist ein schreckliches Mem!
      Alles Liebe Meike

      • Veröffentlich von Matthias Ernst Holzmann am 26. November 2017 um 9:46

        Hallo Meike,

        da Du Dich ebenfalls mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, gehe ich davon aus, dass auch Du davon überzeugt bist, dass das Leben jedes Einzelnen von uns die Summe aller Entscheidungen ist, die er bisher im Leben getroffen hat. Ich persönlich glaube das. Das gilt für Individuen ebenso für Nationen. Wenn die Mentalität in bestimmten Ländern oder Bevölkerungsgruppen zur Folge hat, dass die Mehrheit der Einwohner mit ihrem Allerwertesten nicht hoch kommt, dann hat das eben ein unproduktives Ergebnis und mangelnden Wohlstand zur Folge. Das kann von einer anderen Bevölkerungsgruppe nicht aufgefangen, sondern kann nur von den Betroffenen selbst gelöst werden – wenn sie es denn wollen.

        Wenn Du als Individuum einem anderen helfen willst, der sich nicht helfen lassen will, gehst Du selbst auch vor die Hunde. Das gilt auch im große Maßstab. Europa geht gerade vor die Hunde, nicht zuletzt dank der rosaroten Brillen eines Großteils seiner Einwohner!

        Ich sehe bei Dir und den anderen Einwohnern Deiner „Insel“ zwei große Denkfehler:

        Denkfehler 1: Man kann allen Armen dieser Welt (etwa 5 Milliarden) nur in Deutschland oder West-Europa helfen. – Die Absurdität dieser Annahme sollte keiner weiteren Erklärung bedürfen. Tatsache ist, dass es in den Heimatländern um ein Vielfaches einfacher und billiger wäre zu helfen – und das ganz ohne Ertrinkende im Mittelmeer und kulturelle Konflikte.

        Denkfehler 2: Alle, die das anders sehen, sind Nazis, Rassisten oder Fremden-Feinde. – Trifft sicherlich auf einen kleinen Teil von „uns“ zu, auf die große Mehrheit aber nicht.

        Wir alle haben das Beste verdient, jeder Bewohner dieser Erde. Lasst uns versuchen, die Dinge so zu sehen und zu behandeln, dass es auch Sinn macht!

        Viele Grüße,

        Matthias

        • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 26. November 2017 um 10:02

          Hallo Matthias!
          Schön, dass wir hier mitten in der praktischen Mem-Kunde angekommen sind! 😉
          Also, wenn ich mir so den durchschnittlichen Österreicher so ansehe, dann habe ich da auch das Gefühl, dass der mit dem A. nicht hochkommt und keine produktiven Ergebnisse bringt (das kann in Deutschland ja ganz anders sein… 😉 ) Also trägt auch hier ein kleiner produktiver Teil der Bevölkerung den Großteil der Einwohner mit. Wir können es uns halt leisten! Auch unser System gehört dringend überholt. Vollbeschäftigung ist eine Illusion, die sich immer weniger erfüllen lässt! Hier braucht es ein bedingungsloses Grundeinkommen. Aber gut, das ist ein anderes Thema.
          „Europa geht vor die Hunde!“ ist ein sehr starkes Mem. Also wenn ich mich so umsehe, dann geht es uns geradezu unverschämt gut, verglichen mit dem Rest der Welt.
          Zu deinem 1.) Ja, den Menschen wäre besser und leichter in ihrem eigenen Ländern geholfen. Doch wenn sie kein Erdöl haben und keine strategisch wichtigen Landmarks sind, also nichts zu bieten haben, dann mischt sich dort halt niemand ein, weil es nichts zu holen gibt.
          zu deinem 2.) Egal, ob es um Politik, Religion oder Geschlecht geht: Sobald einer sich drüberstellt und sich selbst als die Guten, die es richtig machen und die anderen als die Schlechten bezeichnet, läuft etwas sehr schief…
          Alles Liebe
          Meike

          • Veröffentlich von Matthias Ernst Holzmann am 30. November 2017 um 19:35

            Hallo Meike,

            „Also, wenn ich mir so den durchschnittlichen Österreicher so ansehe, dann habe ich da auch das Gefühl, dass der mit dem A. nicht hochkommt und keine produktiven Ergebnisse bringt (das kann in Deutschland ja ganz anders sein… 😉 ) Also trägt auch hier ein kleiner produktiver Teil der Bevölkerung den Großteil der Einwohner mit. Wir können es uns halt leisten! Auch unser System gehört dringend überholt. “

            Einverstanden, aber kein Widerspruch dazu, dass dieses Verhältnis in anderen Ländern noch z.T. wesentlich drastischer ist!

            „Also wenn ich mich so umsehe, dann geht es uns geradezu unverschämt gut, verglichen mit dem Rest der Welt.“
            Ja, aber man muss weder Genie, noch Prophet sein, um abzusehen, dass dieser Zustand zurzeit aufgrund der genannten Probleme extrem gefährdet ist!

            „Ja, den Menschen wäre besser und leichter in ihrem eigenen Ländern geholfen. Doch wenn sie kein Erdöl haben und keine strategisch wichtigen Landmarks sind, also nichts zu bieten haben, dann mischt sich dort halt niemand ein, weil es nichts zu holen gibt.“ Exakt! Wo genau liegt also der sittliche Nährwert, sie in Massen hierher zu locken, obwohl es hier viel schwerer und teurer ist? Welcher Plan steckt dahinter und wer hat ihn wohl ausgeheckt?

            „Egal, ob es um Politik, Religion oder Geschlecht geht: Sobald einer sich drüberstellt und sich selbst als die Guten, die es richtig machen und die anderen als die Schlechten bezeichnet, läuft etwas sehr schief…“
            Ganz genau! Und kannst Du – wo Du das selbst schon fest stellst – nicht auch die unerträgliche moralische Überheblichkeit vieler „Gutmenschen“ erkennen und die ebenso unerträgliche Regierungs-Propaganda der staatlichen Medien?
            Die Hetz-Kampagnen gegen angebliche Rechtsradikale und angebliche Nazis?

            Viele Grüße,

            Matthias



          • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 30. November 2017 um 21:19

            Lieber Matthias!
            Ich bin mir nicht sicher, ob du mich persönlich hier als „Gutmensch“ „beschimpfst“. Ich bin doch sehr auf der Welt rumgekommen – und das nicht nur als Touristin und pflege meine internationalen Gruppen und Bekanntschaften sehr. In meinem Umfeld gibt es gewissen Unterscheidungen nicht – nicht im Kopf und nicht in Worten, da sind wir einfach Menschen, die gemeinsame Ziele haben, egal ob weiß, dunkel, hellbraun, homosexuell oder sonst was. Mir tut es halt dann extrem weh, wenn ich solche Dialoge wie den geschilderten mitbekomme, dass sich zwei Menschen im Plauderton ihre rassistischen Hässlichkeiten als Austausch bieten und einander dann einen schönen Tag wünschen. Und ich steh daneben und überlege, ob ich was tun kann, was wirklich was bringen würde und nicht nur meine Entrüstung zum Ausdruck brächte. Ich fühle mich in keiner Weise als Gutmensch, sondern das ist mein Blick auf die Welt.

            Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen, stoßen hier ganz offensichtlich deine Meme auf meine. Interessant ist, dass du das Gefühl hast, dass „deine Interessensvertretung“ in der Minderzahl ist, das ist überhaupt nicht meine Sicht der Dinge. Ich habe das Gefühl, dass Rassismus und „Ausländer raus“ und „Grenzen dicht“ mittlerweile vollkommen zum guten Ton gehört.

            Es wäre natürlich gut, wenn von höchster Stelle tatsächlich an sinnvollen Lösungen gearbeitet würde, doch das wird es nicht. Also bleibt es an uns, mit der Situation umzugehen. Ich kann mich also jeden Moment entscheiden, ob ich über gewissen Menschen schimpfe und die Angst habe, vor die Hunde zu gehen, oder ob ich die Situation annehme und das Beste daraus mache. Am Ende des Tages begegnen hier immer Menschen Menschen.
            LG Meike



  2. Veröffentlich von Karin Krieger am 25. November 2017 um 17:29

    In Kurzform: ich finde, Du, Meike hast einfach völlig recht.
    Freue mich, daß Du diesen Podcast gemacht hast. Danke!

    • Veröffentlich von Meike Hohenwarter am 25. November 2017 um 17:33

      Danke liebe Karin! Das freut mich!
      LG
      Meike

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